Drei knappe Sätze: TKH siegt gegen Oldenburg

Der Turn-Klubb zu Hannover hat den Oldenburger TB in der heimischen Otfried-Preußler-Halle mit 3:0 (26:24, 25:23, 27:25) besiegt. Nach dem vorangegangenen 3:1-Erfolg der Regionalliga-Damen wollte die erste Herrenmannschaft nachziehen – und tat dies auf denkbar dramatische Weise.

Der erste Satz begann alles andere als nach Wunsch für die Gastgeber. Fehlender Aufschlag- und Angriffsdruck ließ die Oldenburger gut ins Spiel finden, und der TKH geriet zwischenzeitlich deutlich ins Hintertreffen. Beim Stand von 12:19 schien der Auftaktsatz bereits verloren. Doch dann erwachten die Hannoveraner. Break für Break kämpften sich die Turnbrüder zurück und sorgten dafür, dass Oldenburg nur zwei Satzbälle bekam. Diese wehrten sie nicht nur ab – ihnen gelangen sogar vier Punkte in Folge, und sie gewannen den Satz noch mit 26:24. Die Strafe für den unsicheren Start blieb aus.

Gewarnt durch den Fehlstart wollten die Hausherren den Schwung aus dem Ende des ersten Satzes mitnehmen. Der zweite Durchgang verlief deutlich ausgeglichener, wobei die Gäste lange mit einem Break führten. Erneut war es die Schlussphase, in der die Turnbrüder zwar knapp, aber diesmal verdient den Satz mit 25:23 für sich entschieden.

Für den dritten Satz nahmen sich die Hausherren vor, es weniger spannend zu machen. Der Plan schien aufzugehen: Zur Satzmitte hatten sie sich eine komfortable 6-Punkte-Führung erspielt (17:11). Doch trotz dieser vermeintlich sicheren Führung fehlten plötzlich Ruhe und Abgeklärtheit im Spiel des TKH. Diese Schwächephase nutzten die Gäste durch starke Abwehr und druckvolle Aufschläge. Sie glichen nicht nur aus, sondern erspielten sich beim Stand von 23:24 sogar den ersten Satzball des Satzes.

Wer den TKH kennt, weiß jedoch mittlerweile um seine Stärke in der Endphase von Sätzen, insbesondere wenn sie zurückliegen. Auch im dritten Durchgang des Abends behielten die Turnbrüder die Nerven und gewannen schließlich mit 27:25.

Am Ende steht ein wichtiger 3:0-Erfolg zu Buche, mit dem der TKH einen weiteren Schritt Richtung Meisterschaft macht. Hohe Emotionalität auf dem Spielfeld und der Tribüne ebneten in den entscheidenden Momenten den Weg zum Sieg.

Den MVP-Titel sicherte sich Max Schulze, der mit seiner sicheren Annahme, guten Lösungen im Angriff und solider Blockarbeit entscheidenden Anteil am Heimsieg hatte.