Schwimmsommer 2026 startet mit kostenlosen Kursen in Hemmingen und Gehrden – neue Fortbildungen für Schwimmlernbegleiter*innen

Schwimmoffensive mit starkem Netzwerk – Sportministerin Daniela Behrens: Schwimmen ist eine Überlebenskompetenz!

Hannover. Schwimmen lernen rettet Leben. Deshalb baut die Schwimmoffensive Hannover ihre Angebote für Kinder, Schulen, Kitas und Vereine weiter aus. Nun startet der Schwimmsommer 2026 in Hemmingen, Gehrden und Hannover. Denn nur mit starken Kooperationen gelingt es mehr Kindern Schwimmen beizubringen.

 

Die Niedersächsische Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, betont: „Angesichts der aktuellen Temperaturen zieht es viele Menschen in die Freibäder und an die Badeseen und es wird wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist, schwimmen zu können. Schwimmen ist eine Überlebenskompetenz und ich begrüße es ausdrücklich, dass mit der Schwimmoffensive Hannover dazu beigetragen wird, die Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Auch das Land trägt seinen Teil dazu bei. Gemeinsam mit der Sportjugend im LandesSportbund Niedersachsen e. V., dem Landesschwimmverband Niedersachsen e. V. und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Landesverband Niedersachsen e. V. haben wir die Schwimminitiative Niedersachsen bis zum Ende des Jahres verlängert und fördern hiermit Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche. Und damit auch ausreichend Wasserflächen zur Verfügung stehen, haben wir im Rahmen des Sportstätteninvestitionsprogramms 2025/2026 mehr als 38 Millionen Euro in die Sanierung von Lehrschwimmbecken gesteckt.“

 

Schwimmsommer 2026: Kostenlose Kurse in Hemmingen und Gehrden

In den Sommerferien 2026 werden erneut kostenlose Kurse angeboten. Gefördert werden sie über Mittel der Region Hannover. Im Büntebad Hemmingen finden in den Sommerferien zahlreiche Kurse statt. Im Delfi Bad Gehrden laufen die Kurse vom 6. bis 17. Juli 2026. Angeboten werden Seepferdchen, Seepferdchen bis Seeräuber sowie Bronze. Auch Projektwochen für Kitas und Schulen in Hannover und der Region gehören zum Schwimmsommer. Die Nachfrage ist groß: Für 2026 sind bereits zwei Schulen und sechs Kitas ausgebucht. Unterstützt werden die zusätzlichen Angebote unter anderem durch die Beisheim Stiftung, die damit weitere Kurse für Schwimmanfängerinnen und Schwimmanfänger sowie Kitas ermöglicht.

 

Wie wirksam zusätzliche Schwimmförderung ist, zeigte jetzt die Projektwoche mit der Ricarda-Huch-Schule: Rund 60 Schülerinnen und Schüler des fünften Jahrgangs, die bislang noch kein Bronze-Abzeichen hatten, wurden gezielt gefördert – mit großem Erfolg. Am Ende konnten 60 weitere Bronze-Abzeichen vergeben werden.

 

„Eine erfolgreiche Schwimmwoche mit bester Unterstützung – so soll Schule, so soll Schwimmunterricht aussehen. Schule vereint mit Vereinen und Kooperationen, die für unsere Kinder und Jugendlichen da sind“, sagt Schulleiterin Sandra Behrens. Die Kooperation macht deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel von Schule, Verein und weiteren Partnern ist. Die Schwimmoffensive setzt genau hier an: Sie unterstützt beim Aufbau zusätzlicher Schwimmkurse, vermittelt Kooperationen mit Schulen und Kitas, erschließt Wasserflächen, berät Vereine bei Fördermitteln und qualifiziert neue Menschen für die Arbeit am Beckenrand.

 

Fördermittel, Beratung und neue Fortbildungen

Ein besonderer Erfolg ist die Beratung von Schwimmvereinen in der Region. Durch Unterstützung bei Förderanträgen und Organisation konnten zahlreiche Mittel aus Landesprogrammen wie „Niedersachsen lernt schwimmen“ nach Hannover und in die Region geholt werden. Seit 2022 wurden rund 12.000 Kinder in 1.000 Schwimmkursen erreicht; 45 Prozent der teilnehmenden Kinder erwarben ein Schwimmabzeichen. Die Nichtschwimmerquote konnte zur Schuleingangsuntersuchung 2025/26 um 13,8 Prozentpunkte reduziert werden. Zusätzlich wurden 631.115 Euro Drittmittel für Schwimmkurse und 32.000 Euro für Übungsleitenden-Qualifizierungen gebunden.

 

Damit künftig noch mehr Kurse stattfinden können, baut die Schwimmoffensive gemeinsam mit dem Landesschwimmverband Niedersachsen e.V. die Fortbildungen aus. Aus den bisherigen ÜLAS-Kursen wird ab Januar 2026 die Qualifizierung zur beziehungsweise zum Schwimmlernbegleiter*in. Sie richtet sich an engagierte Personen, die Wassergewöhnung und Anfängerschwimmen unterstützen möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, eine sichere eigene Schwimmfähigkeit wird vorausgesetzt. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in Wassergewöhnung, Wasserbewältigung, die Erstschwimmart Rückenschwimmen sowie einführende Kenntnisse zur Rettungsfähigkeit. Die Fortbildungen sind im C-50-Flexbereich der ÜL-C-Ausbildung Breitensport sowie zur Verlängerung der DOSB-ÜL-C-Lizenz anerkannt. Die Teilnahmegebühr beträgt seit 2025 15 Euro pro Person.

 

Für 2026 sind bereits zwei Termine geplant: Schwimmlernbegleiter*in 1.0 am 20. September 2026 und Schwimmlernbegleiter*in 2.0 am 18. Oktober 2026. Die neue Qualifizierung wird künftig in drei Teile gegliedert; Teil 3 beinhaltet eine Hospitation. Weitere Informationen folgen Anfang 2026 über den Landesschwimmverband Niedersachsen.

 

„Schwimmen lernen ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir bringen Wasserflächen, Vereine, Schulen, Kitas, Fördermittel und engagierte Menschen zusammen. Jedes Kind, das sicher schwimmen lernt, gewinnt Selbstvertrauen und Sicherheit – und im Ernstfall kann Schwimmen Leben retten“, sagt Benjamin Chatton für die Schwimmoffensive Hannover.

 

Die Schwimmoffensive Hannover unterstützt seit 2022 den Abbau des Ausbildungsstaus in der Schwimmausbildung. Ziel ist es, die Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen in Hannover und der Region zu steigern, Teilhabe zu ermöglichen und Vereine, Schulen und Kitas beim Ausbau der Schwimmausbildung zu unterstützen.

 

Foto: Region Hannover ©Philipp Schröder