Turnbrüder feiern vor knapp 300 Zuschauern einen 3:1-Heimsieg gegen PTSV Aachen
Besser hätte der Start in die neue Saison der Dritten Liga West für die Turnbrüder vom TKH Hannover kaum laufen können: Vor knapp 300 Zuschauern in der sehr gut gefüllten Otfried-Preußler-Schule setzte sich der TKH im Auftaktspiel mit 3:1 (25:21, 22:25, 29:27, 25:13) gegen den PTSV Aachen durch und feierte damit einen Auftakt nach Maß. Als wertvollster Spieler der Partie wurde Mittelblocker Bastiaan Göppert ausgezeichnet. Der Neuzugang prägte die Partie nicht nur mit starken Angriffen, sondern setzte vor allem mit einer wichtigen Aufschlagsserie entscheidende Akzente.
Nervöser Beginn – Hannover mit den besseren Aktionen
Der TKH startete mit Mika Opitz im Zuspiel, Torben Kunze auf Diagonal, den Mittelblockern Kai Adam und Bastiaan Göppert, den Außenangreifern Lasse Barklage und John Stühring, sowie Libero Tibor Vosberg. Für eine kleine Kuriosität sorgte bereits vor dem ersten Ballwechsel die Startaufstellung: Trainer Hartleib hatte sich bei der Aufstellung verschrieben, sodass zunächst Robin Remmers auf dem Feld stand und die nicht mehr so bekannte Mittelblockposition übernahm. Die Partie begann auf beiden Seiten nervös und etwas verhalten. Hannover fand jedoch
schneller zu mehr Konstanz. Vor allem in der Abwehr gelangen dem TKH die besseren Aktionen, während die Hannoveraner gleichzeitig deutlich konstanter aufschlugen. Besonders die sichere Annahme rund um Vosberg gab den Gastgebern die nötige Stabilität. Mit der größeren Konstanz setzte sich der TKH schließlich durch und sicherte sich den ersten Satz mit 25:21.
Aachen kommt zurück – Barklage-Brüder erstmals gemeinsam für den TKH auf dem Feld
Im zweiten Durchgang geriet der TKH etwas aus dem Rhythmus. Einige Umstellungen im Hannoveraner Spiel sorgten für Schwankungen in der Annahme, gleichzeitig fehlte im Angriff die Durchschlagskraft aus dem ersten Satz. Aachen nutzte diese Phase konsequent. Die Gäste kamen immer besser in die Partie und erhöhten gleichzeitig den Druck über den Aufschlag. Hannover fand darauf zunächst keine ausreichende Antwort und musste den Satz mit 22:25 an den PTSV abgeben. Für einen besonderen Moment sorgte dabei Steffen Barklage: Der Diagonalspieler feierte sein Debüt im Trikot der Turnbrüder und stand erstmals gemeinsam mit seinem Bruder Lasse Barklage für den TKH auf dem Feld. Damit wurde bereits im zweiten Satz deutlich, über welche Möglichkeiten der Hannoveraner Kader in dieser Saison verfügt. Die Breite des Aufgebots ermöglicht Trainer Hartleib zahlreiche Variationsmöglichkeiten und dürfte ein wichtiger Faktor für den weiteren Saisonverlauf werden.
Göppert bringt die Wende
Im dritten Satz entwickelte sich die Partie zu einem echten Schlagabtausch. Hannover blieb dran und wartete auf die entscheidende Phase – die schließlich von Bastian Göppart eingeleitet wurde. Mit einer wichtigen Aufschlagsserie brachte der Mittelblocker den TKH in der entscheidenden Phase wieder auf Kurs. Auch in der Overtime behielt Hannover die Nerven. Beim Stand von 27:27 bewies der TKH die größere Ruhe und setzte sich schließlich mit 29:27 durch. Neben Göppert machte auch Kai Adam auf sich aufmerksam. Der erst 17-jährige Mittelblocker überzeugte mit zahlreichen positiven Blocks und zeigte einmal mehr, dass die gute Ausbildungsarbeit beim TKH Früchte trägt. Als jüngster Spieler im Kader bereits auf diesem Niveau wichtige Akzente zu setzen, unterstreicht die Perspektive, die der TKH seinen Nachwuchsspielern bietet. Mit dem 29:27 ging Hannover mit 2:1 in Führung.
Der Knoten platzt
Die Führung gab den Gastgebern sichtbar Selbstvertrauen. Im vierten Satz zeigte der TKH schließlich sein Können.. Konsequent, souverän und mit viel Energie zogen die Hannoveraner Punkt für Punkt davon. Auch das Publikum hatte daran seinen Anteil: Knapp 300 Zuschauer sorgten mit lautstarker Unterstützung und Trommeln für eine frenetische Atmosphäre in der heimischen OPS. Hannover nutzte den deutlichen Vorsprung, um weiteren Akteuren Spielzeit zu geben. So rutschten unter anderem Max-Luca Reinhardt und Nicolas Meyer Pascual im Doppelwechsel aufs Feld und fügten sich direkt gut in die Partie ein. Während Göppert weiterhin mit starken Angriffen für Punkte sorgte, hielt der inzwischen eingewechselte Libero Tom Fuchs zahlreichen spektakulären Abwehraktionen den Ball immer wieder im Spiel. Der TKH ließ nun nichts mehr anbrennen und gewann den vierten Satz deutlich mit 25:13.
Breiter Kader als Trumpf für die Saison
Mit dem 3:1-Erfolg gegen Aachen haben die Turnbrüder einen gelungenen Start in die Dritte Liga West hingelegt. Dabei zeigte sich bereits zum Saisonauftakt, wie viel Qualität im breit aufgestellten Hannoveraner Kader steckt. Neben den etablierten Kräften konnten auch Neuzugänge und junge Spieler wichtige Akzente setzen. Das Debüt von Steffen Barklage, die starke Leistung von Neuzugang und MVP Bastiaan Göppert, sowie die Blockstärke des erst 17-jährigen Kai Adam stehen stellvertretend für die Mischung aus Erfahrung, Nachwuchs und neuen Impulsen. Der Auftakt macht damit deutlich: Die Turnbrüder verfügen über einen breiten Kader, der viele Möglichkeiten bietet und die Grundlage für eine erfolgreiche Saison schaffen soll. Mit dem 3:1 vor heimischem Publikum ist der erste Schritt gemacht und man darf weiterhin davon träumen, dass man die heimische Arena stetig mit mehr Fans gefüllt bekommt. Bereits am nächsten Tag ging es weiter und die Turnbrüder konnten die Vorrunde im Nordwestdeutschen Pokal gewinnen und treffen nun in der Endrunde auf namhafte Gegner aus der 2.Liga.